Urlaub in der Natur ...

Die Bewohner, die nicht die Möglichkeit hatten in den Ferien nach Hause zu fahren, konnten kurzfristig an einem kurzen Bewohnerurlaub der besonderen Art teilnehmen.

Einfach mal raus in die Natur, raus aus den Alltagsstrukturen und rein ins Abenteuer.

Wir verbrachten unsere Tage an einer Blockhütte in der Nähe von Bad Frankenhausen, ohne fließendes Wasser, mit Plumpsklos, einer riesigen Feuerstelle, der direkter Nähe zum Wald und sehr viel Platz zum Zelten und anderen Spaß.

So durften alle die Erfahrung machen, mit Wasser sparsam umzugehen, sich mit kalten Wasser zu waschen und auf offenem Feuer zu kochen. Natürlich gehört auch dazu selbst Holz zu sammeln und für das Feuer vorzubereiten.

Wir haben gemeinsam morgens ausgiebig auf der Hüttentasse gefrühstückt,  gegrillt oder einen feinen Bohnen- und Linseneintopf gekocht und natürlich auch verspeist.

Die Abende verbrachten wir, Bewohner und Betreuer gemeinsam am Lagerfeuer mit schönen Geschichten, mit Liedern und  in späteren Stunden mit Musik aus der Box.

Den Bewohnern tat vor allem die Ruhe und Abgeschiedenheit so gut, sodass sie den Platz die ganzen Tage nicht verlassen wollten.

Nur zu einen kurzen Ausflug an einem nahegelegenen Badesee konnten die Bewohner überredet werden.

So haben wir  die Zeit genutzt und den Wald erobert, Spurenfallen gelegt und Aussichtspunkte aufgesucht.

2 Bewohner hatten dann sogar den Mut mit mir als Betreuer die ganze Nacht im Wald auszuharren, mit dem Ergebnis, dass diese  in den Morgenstunden eine vorbeieilende Wildschweinrotte beobachten konnten. Lärm machten diese genug – vergleichbar mit einer Dampfwalze im Wald.

Am letzten Abend wollten 3 Bewohner noch eine Nachtwanderung erleben, was natürlich auch ermöglicht wurde.

Der letzte Tag war für alle ein Tag, um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen.

Schließlich wolle auch andere diesen besonderen Ort besuchen.

Bewohner und Betreuer der WG 5/6 haben einstimmig beschlossen, dass wir spätestens im nächsten Jahr wieder ein paar Tage in der Natur verbringen sollten- besser geht es nicht. ;-)

 

Tobias Erdmann, Betreuer WG 5/6