Man soll die Feste feiern wie sie kommen

25 Jahre Standort Finneck Förderschule in Sömmerda, 10 Jahre leben und lernen in einem sanierten Gebäude  - Tag der offenen Tür und Ernte Dank Fest

Die Stiftung Finneck hat vor 25 Jahren den Grundstein für die Standorteröffnung einer Förderschule in der Stadt Sömmerda gelegt. 1994 stieg die Schülerzahl über die Platzkapazitäten der  Finneck Schule in Rastenberg – neue Räume bzw. perspektivisch musste ein neues Gebäude  gefunden werden. Die Kirchgemeinde Sömmerda bot der Stiftung das ehemalige „Säuglingsheim“ an, welches Eltern in Schichtarbeit (ehem. Robotron Werk Sömmerda) in der Tages- und Nachtbetreuung ihrer Kinder  half.

1994 zog eine Klasse mit 6 Kindern und 3 Pädagogen in 2 Räume und beschulten die Kinder von 7.00 – 17.00 Uhr. 1995 zogen 4 Werkstufenklassen aus Rastenberg (die Werkstufenklassen waren in einer ehemaligen Villa in Rastenberg beschult wurden und mussten die Villa räumen)  in das Gebäude und es wurde in dem Jahr eine neue 1. Klasse eröffnet – somit war das Haus schlagartig mit fast 60 Schüler gefüllt. Es wurde anfänglich viel improvisiert, viel Energie in den Möbelbau mit den Schülern, in die Gestaltung der Außenanlagen und in viele kreative Projekte investiert.  Das Gebäude war überhaupt nicht barrierefrei, aber mit Treppenraupe, Muskelkraft und viel Enthusiasmus  wurde 15  Jahre lang Pädagogik im Sinne des  Stiftungsanspruches für Menschen mit einer geistigen Behinderung auf hohem Niveau betrieben  - ganz im Sinne von Frau Kunz – „Wir stricken  das pädagogische Angebot um die Schüler herum, wie diese es brauchen“. Herr und Frau  Kunz (Stiftungsleiter und Schulleiterin) waren die Initiatoren für den Umzug vor 25 Jahren.

Vor 10 Jahren wurde auf Drängen von Eltern – Hauptakteure waren Frau Merkel und Frau Lusebrink) die finanzielle Förderung für die komplette Sanierung des Gebäudes erkämpft. 2007 zogen die Schüler in Ausweichquartiere und im Oktober (26.10.2008) zog man in das sanierte Gebäude. Anfänglich noch mehr Baustelle als fertige Schule – aber barrierefrei!

Diese imposante Entwicklung wurde am 25.10.2019 zum Tag der offenen Tür zu einer festlichen Andacht mit Bildern für alle Gäste, Schüler und Eltern dargestellt. Ehemalige Mitarbeiter gaben Eindrücke über die „gute alte Zeit“ wieder. Herr Haubold  (Bürgermeister) und Herr Blose  (Vertreter Landrat Henning) waren als Ehrengäste gekommen. Herr Kunz sendet Grußworte, die Herr Stopp vorlas.

Nach dem Festakt  konnte man in der Schule einfach den Klassen bei der Projektarbeit  über die Schulter schauen, Chroniken  wälzen (Dank von Frau Annegret Linsenbarth gab es viele Bilder), sich im Schülerkaffe stärken, im Erinnerungsbaum verankern oder einfach in  Gesprächen verweilen. Herr Blose, der erstmals in den Räumen der Förderschule  war, brachte es in seiner kurzen Ansprache auf den Punkt „Man merkt gleich die Herzlichkeit, Vertrautheit und das wunderbare Miteinander“.

In diesem Sinne hoffen wir nun auf die nächsten 25 Jahre !