Artern, 12. Dezember 2019: Die Stiftung Finneck gab mit dem Festakt am vergangenen Mittwoch den Startschuss für den Umbau der alten Fliesenhalle, die zur neuen Rehabilitationswerkstatt ausgebaut werden soll.

„Eigentlich hatten wir für die neue Reha-Werkstatt einen anderen Plan“, mit diesen Worten eröffnete Joachim Stopp, Vorstand der Stiftung Finneck, den Festakt. Dieser leitete die aktive Umbauphase der zukünftigen Reha-Werkstatt „Am Kressens Weinberg“ in Artern ein. Ursprünglich war ein Neubau neben dem Werkstattgelände in der Otto-Brünner-Straße geplant. Nach einigen Problemen konnte dieser jedoch nicht wie ursprünglich geplant in die Tat umgesetzt werden. Aufgrund des ablaufenden Mietverhätnisses der Werkstatt am Standort Bad Frankenhausen war eine zeitnahe Lösung jedoch dringend notwendig.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Artern, dem Landkreis und weiteren  Behörden wurde nach Lösungen gesucht. Die ehemalige Bürgermeisterin konnte den Kontakt zur Besitzerin der  Fliesenhalle herstellen, die „Am Kressens Weinberg“ zum Verkauf  stand. Da nicht neu gebaut wird, ist es möglich, dass trotz des engen Zeitplans die Reha-Werkstatt im Mai 2020 in die neuen Räumlichkeiten in Artern einziehen kann. Die Unterstützung der Stadt, des Kreises und der ortsansässigen Behörden machen den Umbau mit dem engen Zeitfenster möglich, denn wie der stellvertretende Landrat Raimund Scheja und Bürgermeister Torsten Blümel bestätigten, betrachtet man den Umzug der Reha-Werkstatt nach Artern als Gewinn für die regionale Wirtschaft.

Joachim Stopp lobte den Einsatz der Kollegen und Kolleginnen: „Sie übernehmen hier neben Ihrer täglichen Arbeit auch noch die Bauaufsicht über das Projekt, das finde ich toll.  Gemeinsam mit allen Beteiligten sind wir uns einig, dass wir unseren Teil dazu beitragen möchten, die Region weiter zu entwickeln.“

„In der 1200 m² großen Halle entstehen 32 Räume und Flure mit Sanitäranlage und eine  große Ausgabeküche. Wir bieten hier zeitgemäße Arbeitsräume mit Möglichkeiten zur Maschinen-aufstellung oder Lebensmittelverpackung und der Direktanbindung an ein Lager. Es entstehen moderne, sichere und barrierefreie Arbeitsplätze für 47 Menschen, welche Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen“, erzählt Sylvia Buchmann, die die Werkstätten im Kyffhäuserkreis leitet.

Ein besonderes Highlight des Festaktes: das gemeinsame Mauern einer Wand. Jeder Gast hatte die Möglichkeit, selbst einen Stein zu mauern und auf diese Weise einen kleinen Beitrag zur neuen Reha-Werkstatt mit zu leisten. Wer welchen Stein gemauert hat, wurde akribisch genau festgehalten, sodass es auch später noch eine Erinnerung daran gibt.

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