Presseartikel: Wirtschaftsmagazin der IHK Erfurt, 11/2016

Finneck-Werkstätten

Anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Die Werkstatt für Menschen mit angeborener oder erworbener Behinderung bietet personenzentriert ein breites Spektrum von Beschäftigungsmöglichkeiten im Arbeitsleben an. Dabei leisten die Menschen mit Behinderung entsprechend ihren individuellen Kompetenzen wirtschaftlich verwertbare Arbeit. Ihre individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen werden gefördert.
Das Ziel, eine Wiedereingliederung der Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen, ist aufgrund des Leistungsdrucks in den letzten Jahren schwieriger geworden und die Werkstätten haben sich darauf eingestellt.
Herr Jens Kranhold, Geschäftsbereichsleiter der Finneck-Werkstätten: „Die Leistungsfähigkeit und die Möglichkeiten der Werkstätten in Thüringen und die sich daraus ergebenden Chancen für produzierende Unternehmen sind enorm. Aufträge können innerhalb der Werkstatt, in Außenarbeitsgruppen oder auf Außenarbeitsplätzen direkt im Unternehmen bearbeitet werden. Es gelten in allen Bereichen hohe Qualitätsstandards mit entsprechenden Zertifizierungen.“
In den letzten 25 Jahren konnte in den Werkstätten der Stiftung Finneck ein breites Spektrum unterschiedlicher Produktions- und Dienstleistungsaufträge von der einfachen Montage bis zur industriellen Fertigung angeboten und ausgebaut werden.
Ein Beispiel für die technologische Weiterentwicklung der Werkstätten ist der Holzbereich in der Hauptwerkstatt in Sömmerda. Wo vor einigen Jahren noch einfache Holzprodukte und Kombinationsspiele hergestellt wurden, stehen heute Maschinen, die es den Mitarbeitern und Beschäftigten möglich machen, komplette Kücheneinrichtungen und Möbel für den Wohn- und Bürobereich individuell sowie nach Maß anzufertigen.
Qualifiziertes Personal garantiert die professionelle Bearbeitung von Aufträgen.
Gesetzlich ist festgelegt, dass alle Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes ab 30 Mitarbeitern mindestens fünf Prozent Beschäftigte mit Behinderung einstellen müssen. Tun sie es nicht, sind sie verpflichtet, eine Ausgleichsabgabe zu zahlen. Eine Auslagerung von Teilaufträgen oder Gesamtprozessen an eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung bringt in diesem Fall Vorteile: Der Rechnungsbetrag der Arbeitsleistung der Aufträge kann zu 50 Prozent auf die Ausgleichsabgabe angerechnet werden.
Mehr Informationen zum Angebot der Werkstatt der Stiftung Finneck unter: www.stiftung-finneck.de."

Presseartikel über die Finneck-Werkstätten im Wirtschaftsmagazin der IHK Erfurt, 11/2016